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Wie funktioniert eine Wärepumpe?

Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und nutzt diese zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung. Als Wärmequelle können je nach Wärmepumpenart die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser dienen.

Das Funk­ti­ons­prin­zip äh­nelt dem eines Kühl­schranks. Ein Kühl­schrank ent­zieht sei­nem In­nen­raum Wärme und gibt sie an die Raum­luft ab. Eine Wär­me­pum­pe nimmt da­ge­gen Wärme aus der Um­ge­bung auf und über­trägt sie auf das Heiz­sys­tem des Gebäudes.

Dafür zir­ku­liert in der Wär­me­pum­pe ein Käl­te­mit­tel. Der Pro­zess läuft in vier Schrit­ten ab:

  • Verdampfen: Das Käl­te­mit­tel nimmt Um­welt­wär­me auf und ver­dampft be­reits bei nied­ri­ger Temperatur.
  • Verdichten: Ein elek­trisch an­ge­trie­be­ner Ver­dich­ter er­höht den Druck des gas­för­mi­gen Käl­te­mit­tels. Da­durch steigt des­sen Temperatur.
  • Verflüssigen: Das er­wärm­te Käl­te­mit­tel gibt seine Wärme über einen Wär­me­tau­scher an das Hei­zungs­was­ser ab. Dabei kühlt es ab und wird wie­der flüssig.
  • Entspannen: Ein Ex­pan­si­ons­ven­til senkt den Druck und die Tem­pe­ra­tur des Käl­te­mit­tels. An­schlie­ßend be­ginnt der Kreis­lauf von vorn.

Die Be­zeich­nung einer Wär­me­pum­pe gibt Aus­kunft über ihre Wär­me­quel­le und das Me­di­um, an das sie die Wärme abgibt:

  • Eine Luft/Wasser-​Wärmepumpe ge­winnt Wärme aus der Außenluft.
  • Eine Sole/Wasser-​Wärmepumpe nutzt Wärme aus dem Erdreich.
  • Eine Wasser/Wasser-​Wärmepumpe ge­winnt Wärme in der Regel aus dem Grundwasser.

Bei allen drei Va­ri­an­ten wird die ge­won­ne­ne Wärme üb­li­cher­wei­se an das Hei­zungs­was­ser des Ge­bäu­des übertragen.

Für den Be­trieb be­nö­tigt eine Wär­me­pum­pe Strom, vor allem für den Ver­dich­ter. Den grö­ße­ren Teil der be­reit­ge­stell­ten Heiz­ener­gie ge­winnt sie je­doch aus der Um­welt. Eine Wär­me­pum­pe mit einer Jah­res­ar­beits­zahl von 4 stellt bei­spiels­wei­se aus einer Ki­lo­watt­stun­de Strom und der auf­ge­nom­me­nen Um­welt­wär­me ins­ge­samt vier Ki­lo­watt­stun­den Wärme bereit.

COP, SCOP und JAZ be­schrei­ben die Ef­fi­zi­enz einer Wär­me­pum­pe. Sie geben je­weils das Ver­hält­nis der be­reit­ge­stell­ten Wärme zur ein­ge­setz­ten elek­tri­schen En­er­gie an. Die Kenn­zah­len un­ter­schei­den sich je­doch hin­sicht­lich ihrer Be­rech­nung und Aussagekraft.

  • Der COP (Coefficient of Performance) ist die Leis­tungs­zahl bei einem be­stimm­ten, nor­mier­ten Be­triebs­punkt. Er eig­net sich dazu, Wär­me­pum­pen unter ver­gleich­ba­ren Prüf­be­din­gun­gen mit­ein­an­der zu ver­glei­chen. Über die Ef­fi­zi­enz wäh­rend eines ge­sam­ten Jah­res sagt ein ein­zel­ner COP-​​Wert je­doch wenig aus.
  • Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) ist eine unter stan­dar­di­sier­ten Be­din­gun­gen er­mit­tel­te sai­so­na­le Leis­tungs­zahl. Bei sei­ner Be­rech­nung wer­den ver­schie­de­ne Au­ßen­tem­pe­ra­tu­ren und Be­triebs­zu­stän­de be­rück­sich­tigt. Da­durch ist er für die Ein­schät­zung der Ef­fi­zi­enz über eine Heiz­pe­ri­ode aus­sa­ge­kräf­ti­ger als ein ein­zel­ner COP-​​Wert.
  • Die JAZ (Jah­res­ar­beits­zahl) zeigt, wie ef­fi­zi­ent eine Wär­me­pum­pen­an­la­ge im tat­säch­li­chen Be­trieb über ein Jahr ar­bei­tet. Sie wird be­rech­net, indem die ab­ge­ge­be­ne Wär­me­men­ge durch die auf­ge­nom­me­ne elek­tri­sche En­er­gie ge­teilt wird. Eine JAZ von 4 be­deu­tet bei­spiels­wei­se, dass die An­la­ge mit einer Ki­lo­watt­stun­de Strom durch­schnitt­lich vier Ki­lo­watt­stun­den Wärme bereitstellt.

Je höher COP, SCOP oder JAZ aus­fal­len, desto ef­fi­zi­en­ter ar­bei­tet die Wär­me­pum­pe. Für die Be­wer­tung der tat­säch­lich in­stal­lier­ten Ge­samt­an­la­ge ist die JAZ be­son­ders aussagekräftig.


Was sind die Vor­tei­le einer Wärmepumpe?

Wär­me­pum­pen nut­zen Wärme aus der Luft, dem Erd­reich oder dem Grund­was­ser und wan­deln sie mit­hil­fe von Strom in Heiz­ener­gie um. Da­durch kön­nen sie deut­lich mehr Wärme be­reit­stel­len, als sie an elek­tri­scher En­er­gie benötigen.

Im Forschungsprojekt „WP-QS im Bestand“ des Fraun­ho­fer ISE er­reich­ten die un­ter­such­ten Luft/Wasser-Wärme­pumpen in Be­stands­ge­bäu­den im Durch­schnitt eine Jah­res­ar­beits­zahl (JAZ) von 3,4. Das be­deu­tet: Aus einer Einheit Strom wur­den etwa 3,4 Einheiten Wärme erzeugt.

Eine ef­fi­zi­ent ar­bei­ten­de Wär­me­pum­pe kann laut Umweltbundesamt ge­gen­über einer Öl- oder Gas­hei­zung die Um­welt stark ent­las­ten. Wie um­welt­freund­lich und wirt­schaft­lich sie tat­säch­lich ar­bei­tet, hängt unter an­de­rem von der Jah­res­ar­beits­zahl, dem Strom­mix, der be­nö­tig­ten Vor­lauf­tem­pe­ra­tur und dem Wär­me­be­darf des Ge­bäu­des ab.

Ein wei­te­rer Vor­teil sind die po­ten­zi­ell nied­ri­ge­ren Be­triebs­kos­ten. Je ef­fi­zi­en­ter die An­la­ge ar­bei­tet, desto we­ni­ger Strom be­nö­tigt sie, um die ge­wünsch­te Wärme bereitzustellen.

Die An­schaf­fungs­kos­ten einer Wär­me­pum­pe kön­nen höher sein als die Kos­ten anderer Heizsysteme. Staat­li­che För­der­pro­gram­me kön­nen die In­ves­ti­ti­on je­doch deut­lich re­du­zie­ren. Je nach För­der­vor­aus­set­zun­gen sind Zu­schüs­se von bis zu 80 % der för­der­fä­hi­gen Kos­ten mög­lich. Da sich die Be­din­gun­gen än­dern kön­nen, prü­fen wir gerne, wel­che För­de­rung für Ihr Vor­ha­ben in­fra­ge kommt.

Wär­me­pum­pen gel­ten au­ßer­dem als zu­ver­läs­si­ge und ver­gleichs­wei­se war­tungs­ar­me Heiz­sys­te­me, da sie weniger me­cha­ni­sche Ver­schleiß­tei­le haben, als eine Gas- oder Ölheizung. Damit die An­la­ge dau­er­haft ef­fi­zi­ent ar­bei­tet, soll­te sie fach­ge­recht ge­plant, in­stal­liert und re­gel­mä­ßig kon­trol­liert wer­den, was wir gerne für Sie übernehmen.

Vorteile im Überblick

  • Hohe Effizienz mit einer typischen Jahresarbeitszahl von etwa 3 bis 5
  • Nutzung kostenlos verfügbarer Umweltwärme
  • Keine Abhängigkeit von Öl- und Gaspreisen
  • Potenziell niedrigere Heizkosten
  • Vergleichsweise geringer Wartungsaufwand
  • Wertsteigerung der Immobilie
  • at­trak­ti­ve staat­li­che Wär­me­pum­pen För­de­run­gen für Ihr Projekt

Ganz gleich, ob Sie eine Lösung für einen Neubau oder ein Bestandsgebäude suchen: Wir beraten Sie individuell, planen eine auf Ihr Gebäude abgestimmte Anlage und übernehmen die fachgerechte Installation Ihrer neuen Wärmepumpe.


Ist eine Wärmepumpe im Altbau sinnvoll?

Eine Wär­me­pum­pe kann auch in einem Alt­bau ef­fi­zi­ent und wirt­schaft­lich ar­bei­ten. Ent­schei­dend ist we­ni­ger das Bau­jahr des Ge­bäu­des als die Frage, mit wel­cher Vor­lauf­tem­pe­ra­tur es zu­ver­läs­sig be­heizt wer­den kann.

Das zeigt auch das mehr­jährige Forschungsprojekt „WP-QS im Bestand“ des Fraunhofer-Instituts für So­la­re En­er­gie­sys­te­me ISE. Dabei wur­den Wär­me­pum­pen­an­la­gen in be­stehen­den Ein- bis Drei­fa­mi­li­en­häu­sern unter re­a­len Be­din­gun­gen un­ter­sucht. Die Luft/Wasser-Wärme­pumpen er­reich­ten Jah­res­ar­beits­zah­len von 2,6 bis 4,9. Bei den erd­ge­kop­pel­ten Wär­me­pum­pen lagen die Werte zwi­schen 3,6 und 5,4.

„Eine Kor­re­la­ti­on zwi­schen Bau­jahr der Ge­bäu­de und Ef­fi­zi­enz der Wär­me­pum­pe konn­te nicht fest­ge­stellt wer­den.“, schreibt das In­sti­tut in der Pres­se­mit­tei­lung zum Ab­schluss des Forschungsprojektes.

Eine um­fas­sen­de Sa­nie­rung ist somit nicht in jedem Fall er­for­der­lich. Den­noch kön­nen be­reits ein­zel­ne Op­ti­mie­rungs­maß­nah­men die Ef­fi­zi­enz ver­bes­sern und die Heiz­kos­ten sen­ken. Dazu ge­hö­ren bei­spiels­wei­se ein hy­drau­li­scher Ab­gleich, eine an­ge­pass­te Heiz­kur­ve oder der Aus­tausch ein­zel­ner Heizkörper.

Ent­schei­dend dafür, wie gut eine Wär­me­pum­pe im Be­stand hei­zen kann, ist also nicht das Bau­jahr des Ge­bäu­des, son­dern zwei kon­kre­te Kennwerte:

  • Heizenergiebedarf: Wie viel Heiz­ener­gie ver­braucht Ihre Im­mo­bi­lie pro Quadratmeter?
  • Vorlauftemperatur: Mit wel­cher Was­ser­tem­pe­ra­tur ver­sorgt Ihr Heiz­sys­tem die Heizkörper?

Grund­sätz­lich gilt: Je nied­ri­ger die be­nö­tig­te Vor­lauf­tem­pe­ra­tur ist, desto ef­fi­zi­en­ter kann eine Wär­me­pum­pe ar­bei­ten. Tem­pe­ra­tu­ren von etwa 30 bis 35 °C sind vor allem bei Fuß­boden- oder Wand­hei­zun­gen mög­lich. Auch Ge­bäu­de mit Heiz­kör­pern kön­nen sich für eine Wär­me­pum­pe eig­nen. Vor­lauf­tem­pe­ra­tu­ren bis etwa 55 °C sind daher nicht au­to­ma­tisch ein Ausschlusskriterium.

Ei­ni­ge Hoch­temperatur-Wärme­pumpen kön­nen noch hö­he­re Tem­pe­ra­tu­ren be­reit­stel­len. Mit stei­gen­der Vor­lauf­tem­pe­ra­tur nimmt die Ef­fi­zi­enz je­doch in der Regel ab.

Eignet sich mein Altbau für eine Wärmepumpe?

Mit einem einfachen Test können Sie eine erste Einschätzung gewinnen:

  1. Begrenzen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer bestehenden Heizung an einem möglichst kalten Tag auf 55 °C.
  2. Öffnen Sie die Thermostatventile an allen Heizkörpern vollständig.

Wird das Haus schön warm? Dann spricht vieles dafür, dass Ihr Gebäude mit einer Wärmepumpe beheizt werden kann.

Bleibt das Haus kalt? Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Wärmepumpe ungeeignet ist. Häufig reichen bereits größere Heizkörper, ein hydraulischer Abgleich oder eine Anpassung der Heizkurve aus.

Wir ermitteln die Heizlast Ihres Gebäudes, prüfen die vorhandenen Heizflächen und bestimmen die erforderliche Vorlauftemperatur. Auf dieser Grundlage planen wir eine Wärmepumpe, die zu Ihrem Gebäude und Ihrem Wärmebedarf passt.

Ist Ihr Altbau für eine Wärmepumpe geeignet? Wir sagen es Ihnen!

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Wärmepumpen-Arten im Ver­gleich: Wel­che Art der Wär­me­pum­pe ist die beste?

Nicht jede Wär­me­pum­pe kommt für jedes Haus in­fra­ge. Aus­schlag­ge­bend ist ins­be­son­de­re die bei Ihnen ver­füg­ba­re Wärmequelle.

Die fol­gen­de Über­sicht der Wärmepumpen-​​Arten dient der In­for­ma­ti­on. Die von uns in­stal­lier­ten Wärmepumpen-​​Arten kön­nen ggf. davon ab­wei­chen. Spre­chen Sie uns gerne an.

Luft-​Wasser-​Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpen ge­win­nen Wärme aus der Au­ßen­luft und über­tra­gen sie auf das Hei­zungs­was­ser. Sie sind in Deutsch­land be­son­ders weit ver­brei­tet, weil sie ver­gleichs­wei­se ein­fach in­stal­liert wer­den kön­nen und weder Erd­ar­bei­ten noch Brun­nen­boh­run­gen benötigen.

Sie eig­nen sich für die Raum­hei­zung und Warm­was­ser­be­rei­tung. Mit ent­spre­chend aus­ge­leg­ter Anlagen-​ und Ge­bäu­de­tech­nik kön­nen ei­ni­ge Mo­del­le im Som­mer auch zum Küh­len ge­nutzt werden.

Vorteile der Luft-Wasser-Wärmepumpe

  • Ver­gleichs­wei­se ge­rin­ge Anschaffungs-​ und Erschließungskosten
  • Keine Erd- oder Brun­nen­boh­run­gen erforderlich
  • Platz­spa­rend und fle­xi­bel in der Aufstellung
  • Ver­gleichs­wei­se ein­fa­che und schnel­le Installation
  • Für Neu­bau­ten und viele Be­stands­ge­bäu­de geeignet
  • Hei­zung und Warm­was­ser­be­rei­tung mit einem System
  • Je nach An­la­ge und Wär­me­ver­tei­lung auch zum Küh­len geeignet

Nachteile der Luft-Wasser-Wärmepumpe

  • Ge­rin­ge­re Ef­fi­zi­enz bei sehr nied­ri­gen Außentemperaturen
  • Mög­li­cher zu­sätz­li­cher Strom­be­darf für Ab­tau­vor­gän­ge oder den Heizstab
  • Be­triebs­ge­räu­sche durch Ven­ti­la­tor und Verdichter
  • Sorg­fäl­ti­ge Pla­nung des Auf­stell­orts und des Schall­schut­zes erforderlich

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpen, häu­fig auch Erdwärmepumpen ge­nannt, nut­zen das Erd­reich als Wär­me­quel­le. Die Wärme wird ent­we­der über Erd­wär­me­kol­lek­to­ren oder über Erd­wär­me­son­den er­schlos­sen. Beide Va­ri­an­ten zäh­len üb­li­cher­wei­se zur ober­flä­chen­na­hen Geothermie.

Flächenkollektoren wer­den in re­la­tiv ge­rin­ger Tiefe ver­legt und be­nö­ti­gen eine aus­rei­chend große, mög­lichst un­be­bau­te Grundstücksfläche. Erdsonden rei­chen deut­lich tie­fer in den Boden und be­an­spru­chen an der Ober­flä­che we­ni­ger Platz. Für Boh­run­gen kön­nen Prü­fun­gen oder Ge­neh­mi­gun­gen er­for­der­lich sein.

Vorteile der Erdwärmepumpe

  • Ver­gleichs­wei­se kon­stan­te Tem­pe­ra­tur der Wärmequelle
  • Lei­ser Be­trieb ohne Ven­ti­la­tor im Außenbereich
  • Keine sicht­ba­re Au­ßen­ein­heit mit Ven­ti­la­tor erforderlich
  • Pas­si­ve Küh­lung je nach An­la­gen­kon­zept möglich
  • Ge­rin­ge­re Ab­hän­gig­keit von kurz­fris­ti­gen Schwan­kun­gen der Außentemperatur

Nachteile der Erdwärmepumpe

  • Hö­he­re Investitions-​ und Erschließungskosten
  • Erd­ar­bei­ten oder Boh­run­gen erforderlich
  • Ge­neh­mi­gun­gen und geo­lo­gi­sche Prü­fun­gen kön­nen not­wen­dig sein
  • Flä­chen­kol­lek­to­ren be­nö­ti­gen eine aus­rei­chend große Grundstücksfläche
  • Ein­ge­schränk­te Nut­zung der Flä­che über Erdwärmekollektoren
  • Erd­son­den sind nicht an jedem Stand­ort zu­läs­sig oder tech­nisch möglich

Wasser-​Wasser-​Wärmepumpen

Eine Was­ser-Was­ser-Wärme­pumpe nutzt in der Regel Grund­was­ser als Wär­me­quel­le. Das Was­ser wird über einen För­der­brun­nen ent­nom­men, gibt einen Teil sei­ner Wärme ab und wird an­schlie­ßend über einen Schluck­brun­nen wie­der in den Un­ter­grund geleitet.

Grund­was­ser weist meist nur ge­rin­ge sai­so­na­le Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen auf. Da­durch kön­nen Was­ser/Wasser-​Wärmepumpen sehr ef­fi­zi­ent ar­bei­ten. Vor­aus­set­zung sind je­doch eine aus­rei­chen­de Grund­was­ser­men­ge und eine ge­eig­ne­te Wasserqualität.

Vorteile der Wasser-Wasser-Wärmepumpe

  • Ver­gleichs­wei­se kon­stan­te Tem­pe­ra­tur der Wärmequelle
  • Po­ten­zi­ell nied­ri­ge Betriebskosten
  • Keine Au­ßen­ein­heit mit Ven­ti­la­tor erforderlich
  • Pas­si­ve Küh­lung je nach An­la­gen­kon­zept möglich
  • Ge­rin­ge Ab­hän­gig­keit von der Außentemperatur
  • Hei­zung und Warm­was­ser­be­rei­tung mit einem System

Nachteile der Wasser-Wasser-Wärmepumpe

  • Hoher Planungs-​ und Er­schlie­ßungs­auf­wand, Förder-​ und Schluck­brun­nen erforderlich
  • Ab­hän­gig von Grund­was­ser­men­ge, Fließ­rich­tung und Wasserqualität
  • Nicht an jedem Stand­ort tech­nisch oder recht­lich um­setz­bar, Was­ser­recht­li­che Ge­neh­mi­gung notwendig
  • Zu­sätz­li­cher Strom­ver­brauch durch die Brunnenpumpe

Wel­che Wär­me­pum­pen­art passt zu mei­nem Haus?

Eine all­ge­mein beste Wär­me­pum­pe gibt es nicht. Luft/Wasser-​Wärmepumpen über­zeu­gen vor allem durch ihre ver­gleichs­wei­se ein­fa­che In­stal­la­ti­on und die ge­rin­ge­ren Er­schlie­ßungs­kos­ten. Sole/Wasser-​ und Was­ser/Wasser-​Wärmepumpen kön­nen ef­fi­zi­en­ter ar­bei­ten, er­for­dern je­doch hö­he­re In­ves­ti­ti­o­nen und ge­eig­ne­te Be­din­gun­gen am Standort.

Wir prü­fen die Ge­ge­ben­hei­ten Ihres Ge­bäu­des, be­rech­nen die er­for­der­li­che Heiz­leis­tung und ver­glei­chen die tech­nisch sowie wirt­schaft­lich sinn­vol­len Lö­sun­gen. So er­hal­ten Sie eine Wär­me­pum­pe, die zu Ihrem Ge­bäu­de und Ihrem Wär­me­be­darf passt.


Welche Wärmepumpe ist die Richtige?

Die Wahl der optimalen Wärmepumpe lässt sich durch die Beantwortung einiger Fragen ermitteln.

  • Sind die Gebäudehülle, Fenster und Türen ausreichend gedämmt?
  • Ist beispielsweise eine Erdbohrung möglich bzw. sind die geologischen Gegebenheiten für eine Erdwärmepumpe geeignet?
  • Wie viele Quadratmeter sollen beheizt werden?
  • Soll Warmwasser bereitgestellt werden?
  • Ist eine Innenaufstellung möglich oder ist eine Außenaufstellung sinnvoller?
  • Zuschaltung von bestehenden Wärmeerzeugern bei Spitzenlasten im Winter (sog. bivalenter Betrieb, zum Beispiel Zuschaltung einer Gas-Brennwerttherme)?
  • Ist eine Solaranlage vorhanden oder geplant?

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Wo darf eine Wärmepumpe stehen?

In zahl­rei­chen Bun­des­län­dern be­steht ei­ne Ab­stands­re­ge­lung von min­des­tens 3 Me­tern zu an­gren­zen­den Grund­stü­cken bei der In­stal­la­ti­on von Wär­me­pum­pen. Dies schränkt die mög­li­chen Stand­or­te für Wär­me­pum­pen ein und er­for­dert ei­ne sorg­fäl­ti­ge Pla­nung und Stand­ort­aus­wahl, um den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben zu ent­sprechen.

Der Grund dafür ist die Geräuschentwicklung der Außeneinheit einer Luft-Wärmepumpe. Zugrunde liegt hierbei die Lärmschutzvorschriften der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm). Diese besagt, dass bestimmte Grenzwerte eingehalten werden müssen.

Immissionsrichtwerte für Immissionsorte außerhalb von Gebäuden (Grenzwerte gemäß TA Lärm)
Art des AufstellungsgebietsGrenzwert TagsGrenzwert Nachts
Industriegebiet70 dB(A)70 dB(A)
Gewerbegebiet65 dB(A)50 dB(A)
urbanes Gebiet63 dB(A)45 dB(A)
Kerngebiet, Dorfgebiet, Mischgebiet60 dB(A)45 dB(A)
allgemeines Wohngebiet, Kleinsiedlungsgebiet55 dB(A)40 dB(A)
reines Wohngebiet50 dB(A)35 dB(A)
Kurgebiet, für Krankenhäuser und Pflegeanstalten45 dB(A)35 dB(A)

Aus dieser Regelung können sich im Einzelfall von Ihnen einzuhaltende Abstände ergeben.

Zu­sätz­lich gibt es pro Bun­des­land in­di­vi­du­el­le Re­ge­lun­gen für den Ab­stand der Au­ßen­ein­heit zum Nach­bar­grund­stück. In­zwi­schen ist es in einem Groß­teil der Bun­des­län­der so, dass eine Wär­me­pum­pe nur dann einen Ab­stand (meis­tens min­des­tens 3 m) ein­hal­ten muss, wenn sie höher als 2 m und län­ger als 3 m ist. Den­noch gibt es wei­ter­hin keine bun­des­weit ein­heit­li­che Regelung.

Über­sicht der Ab­stands­re­ge­lun­gen einer außen auf­ge­stell­ten Luft-Wärme­pumpe in den ver­schie­de­nen Bundesländern.
BundeslandAbstandsregelung zum Nachbargrundstück
Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, ThüringenKein Abstand erforderlich, wenn die Wärmepumpe maximal 2 m hoch und 3 m lang ist.
NRW, Rheinland-PfalzKein Abstand erforderlich
Baden-WürttembergKein Abstand erforderlich, aber der nächtliche Lautstärken-Grenzwert von 35 dB(A) bis 45 dB(A) (je nach Standort) muss eingehalten werden.
HamburgKein Abstand erforderlich, wenn die Wärmepumpe maximal 2 m hoch und 3 m lang ist. Zudem muss auf den Mindestabstand zur Außenwand geachtet werden.
SaarlandKein Abstand erforderlich, wenn die Wärmepumpe nicht höher als 2 m, pro Grenze nicht länger als 3 m ist und der Lärmschutz eingehalten wird.
SachsenKein Abstand erforderlich, wenn die Wärmepumpe nicht höher als 2 m ist.
Sachsen-AnhaltNicht geklärt

Anmerkung zur Tabelle: Die in die­ser Ta­bel­le ent­hal­te­nen In­for­ma­tio­nen die­nen aus­schließ­lich zu In­for­ma­ti­ons­zwe­cken und soll­ten nicht als pro­fes­sio­nel­le Be­ra­tung oder als Grund­la­ge für Ent­schei­dun­gen be­trach­tet wer­den. Ob­wohl wir uns be­mü­hen, die In­for­ma­tio­nen in die­ser Ta­bel­le ge­nau und ak­tu­ell zu hal­ten, über­neh­men wir kei­ne Ge­währ für die Rich­tig­keit, Voll­stän­dig­keit oder Ak­tua­li­tät der be­reit­ge­stell­ten Daten. Stand der Tabelle: Juli 2026


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