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Holzpelletheizung für Ahrensburg und Hamburg

Holz­pel­lets können eine Brenn­stoff­al­ter­na­tive zum Heizen darstellen. Wir beraten Sie zum Thema „Heizen mit Holzpellets“ für Ahrensburg und Hamburg.

Holzpellets rieseln aus einem Jutesack auf den Holzboden, im Hintergrund eine brennende Holzpelletheizung.

Holz­pel­lets sind klei­ne, zy­lin­dri­sche Press­lin­ge aus ge­trock­ne­tem, na­tur­be­las­se­nem Holz. Sie wer­den laut Angaben des Deut­schen Pelletinstituts vor allem aus Ne­ben­pro­duk­ten der Holz­ver­ar­bei­tung wie Säge- und Ho­bel­spä­nen her­ge­stellt. Nach DIN EN ISO 17225-2 sind han­dels­üb­li­che Pel­lets in der Regel 3,15 bis 40 Mil­li­me­ter lang und haben einen Durch­mes­ser von etwa 6 oder 8 Millimetern.

Wenn Sie sich für eine Pel­let­hei­zung ent­schei­den, soll­ten Sie ver­schie­de­ne Aspek­te be­rück­sich­ti­gen. Wich­tig sind ins­be­son­de­re ein hoher Wir­kungs­grad und eine Leis­tung, die pas­send zur Heiz­last des Ge­bäu­des aus­ge­legt ist. Eine zu groß oder zu klein di­men­si­o­nier­te An­la­ge kann in­ef­fi­zi­ent ar­bei­ten und un­nö­ti­ge Kos­ten verursachen.

Vor dem Kauf soll­te ge­prüft wer­den, ob aus­rei­chend Platz für den Heiz­kes­sel, einen mög­li­chen Puf­fer­spei­cher und die La­ge­rung der Pel­lets vor­han­den ist. Au­ßer­dem muss si­cher­ge­stellt sein, dass die Pel­lets zu­ver­läs­sig vom Lager zum Heiz­kes­sel trans­por­tiert wer­den können.

Ob Sie eine Pel­let­hei­zung nach­ge­rüsten kön­nen, hängt au­ßer­dem von den bau­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten, der Heiz­last des Ge­bäu­des, dem Schorn­stein und den Zu­fahrts­mög­lich­kei­ten für das Pellet-Lieferfahrzeug ab. Gerne prü­fen wir diese Vor­aus­set­zun­gen und pla­nen die An­la­ge pas­send zum Gebäude.


Vor­tei­le von Holzpellets

Eine Hand hält eine Handvoll Holzpellets über einem gefüllten Jutesack.

Das Hei­zen mit Holz­pel­lets bie­tet eine Al­ter­na­ti­ve zu fos­si­len Brenn­stof­fen wie Heiz­öl und Erd­gas. Die Pel­let­prei­se un­ter­lie­gen zwar eben­falls Schwan­kun­gen, ent­wi­ckeln sich je­doch un­ab­hän­gig von den Öl- und Gas­prei­sen und liegt deut­lich unter diesen.

Mo­der­ne An­la­gen bie­ten Funk­ti­o­nen wie au­to­ma­ti­sche Pel­let­zu­fuhr, pro­gram­mier­ba­re Heiz­zei­ten und eine be­darfs­ge­rech­te Re­ge­lung. Da­durch lässt sich der Heiz­be­trieb kom­for­ta­bel an Ihren All­tag anpassen.

Laut An­ga­ben des Deut­schen Pelletinstituts wer­den in Deutsch­land rund 90 % der Holz­pel­lets aus Sä­ge­ne­ben­pro­duk­ten her­ge­stellt. Da­durch kön­nen auch Rest­stof­fe ver­wer­tet wer­den, die für be­stimm­te hö­her­wer­ti­ge Ver­wen­dungs­zwe­cke nicht oder nur ein­ge­schränkt ge­eig­net sind. Dank der hohen Holz­vor­kom­men in Deutsch­land be­steht zudem eine gute Versorgungssicherheit.

Hoch­wer­ti­ge Pel­lets be­sit­zen einen nied­ri­gen Asche­ge­halt. Da­durch fällt bei der Ver­bren­nung ver­gleichs­wei­se wenig Asche an, und der Rei­ni­gungs­auf­wand bleibt überschaubar.

Dank Ihrer ge­rin­gen Größe ge­stal­tet sich die La­ge­rung von Holz­pel­lets ein­fa­cher als bei Scheit­holz. Für eine zu­ver­läs­si­ge Nut­zung kommt es auf die rich­ti­ge La­ge­rung an: Be­wah­ren Sie Pel­lets tro­cken und vor Feuch­tig­keit ge­schützt auf. Feuch­tig­keit kann die Form und Qua­li­tät der Pel­lets beeinträchtigen.

Auch die Kombination einer Pellet-Zentralheizung mit einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung ist möglich.

Außerdem können Sie für den Wechsel auf eine Pelletheizung von staatlichen Förderungen profitieren.


Arten von Pelletheizungen

Grund­sätz­lich wird zwischen Pel­let­kes­seln für die Zentralheizung und Pel­let­öfen zur Be­hei­zung ein­zel­ner Räume unterschieden.

Pel­let­hei­zun­gen mit voll­au­to­ma­ti­schem Kessel funk­ti­o­nie­ren ähn­lich wie klas­si­sche Zen­tral­hei­zun­gen. Die Pel­lets wer­den au­to­ma­tisch aus dem Lager zum Heiz­kes­sel trans­por­tiert und dort ver­brannt. Für die Be­vor­ra­tung ste­hen un­ter­schied­li­che Lö­sun­gen zur Ver­fü­gung, bei­spiels­wei­se ein se­pa­ra­ter La­ger­raum, ein Ge­we­be­si­lo oder ein spe­zi­el­ler Pel­let­be­häl­ter. Je nach Aus­füh­rung kann sich das Pel­let­la­ger auch au­ßer­halb des Ge­bäu­des befinden.

Die bei der Ver­bren­nung ent­ste­hen­de Asche muss re­gel­mä­ßig ent­fernt wer­den. Voll­stän­dig aus­ge­kühl­te Asche kann in der Regel über den Rest­müll ent­sorgt wer­den. Dabei sind die ört­li­chen Ent­sor­gungs­vor­schrif­ten zu be­ach­ten. Von einer Ver­wen­dung als Dün­ger ist wegen mög­li­cher Schad­stoff­be­las­tun­gen abzuraten.

Ma­nu­ell be­füll­te Pelletöfen wer­den über­wie­gend zur Be­hei­zung ein­zel­ner Räume ein­ge­setzt. Sie sind in un­ter­schied­li­chen Bau­for­men er­hält­lich und geben die Wärme di­rekt an den Auf­stell­raum ab. Was­ser­füh­ren­de Mo­del­le kön­nen dar­über hin­aus die zen­tra­le Hei­zungs­an­la­ge und die Warm­was­ser­be­rei­tung unterstützen.

Wel­che Art der Pel­let­hei­zung am bes­ten zu Ihnen passt, hängt unter an­de­rem vom Wär­me­be­darf, den räum­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und dem ge­wünsch­ten Be­dien­kom­fort ab. Gerne be­ra­ten wir Sie per­sön­lich und fin­den ge­mein­sam mit Ihnen die pas­sen­de Lösung.

Verglei­chen Sie mit unserem Holzpellet­rechner die Kosten für Holz­pellets mit anderen Systemen.

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Qualitätsmerkmale und Energiegehalt von Pellets

Sie soll­ten beim Kauf von Holz­pel­lets ver­schie­de­ne Fak­to­ren be­rück­sich­ti­gen. Hier­bei ist in ers­ter Li­nie die Qua­li­tät der Pel­lets ent­schei­dend. Da­mit die­se ge­währ­leis­tet ist, soll­ten Sie die Holz­pel­lets am bes­ten vor Ort bei se­riö­sen Händ­lern kau­fen. Gu­te Qua­li­tät lässt sich da­ran er­ken­nen, dass die Pel­lets mög­lichst glatt sind und kei­ne Ris­se auf­wei­sen. Si­cher­heits­hal­ber emp­fiehlt es sich, von je­der Lie­fe­rung ei­ne klei­ne Pro­be auf­zu­be­wah­ren, um spä­ter ggf. An­sprü­che gel­tend ma­chen zu können.

Beim Kauf hel­fen Ihnen klar aus­ge­wie­se­ne Qua­li­täts­merk­ma­le bei der Aus­wahl. Ach­ten Sie auf die An­for­de­run­gen der DIN EN ISO 17225-2 Klas­se 1 sowie, so­fern für das an­ge­bo­te­ne Pro­dukt vor­han­den, auf Zer­ti­fi­zie­run­gen wie EN­plus (A1) oder DIN­plus. Diese geben Ori­en­tie­rung zu fest­ge­leg­ten Qua­li­täts­kri­te­ri­en. Das Um­welt­bun­des­amt emp­fiehlt in seinem Artikel zu Pelletkesseln au­ßer­dem Pel­lets zu kau­fen, die aus nach­hal­ti­ger Forst­wirt­schaft stam­men und die Sie­gel „FSC“, „PEFC“ oder „Na­tur­land“ tragen.

Der En­er­gie­ge­halt von Holz­pel­lets lässt sich am bes­ten ver­glei­chen, wenn man den Heiz­wert in kWh je Ki­lo­gramm be­rech­net. Pel­lets be­sit­zen ei­nen Heiz­wert von ca. 5 kWh je Ki­lo­gramm. Be­zo­gen auf den En­er­gie­ge­halt sind da­her 2 kg Holz­pel­lets mit ei­nem Li­ter Heiz­öl ver­gleich­bar. Die Qua­li­tät der Pel­lets wird durch die DIN EN ISO 17225-2 de­fi­niert. Sie legt Merk­ma­le wie Ma­ße der Pel­lets, Heiz­wert, Feuch­tig­keits­ge­halt, so­wie An­tei­le von Schad­stof­fen fest.

DINplus

  • Basierend auf der DIN EN ISO 17225-2, vergeben durch DIN CERTO (TÜV Rheinland)
  • Tests zur Sicherheit und Leistung der Pellets
  • Regelmäßige unabhängige Prüfungen von Produktion und Produkt
  • Zeichen für hohe Qualität und Reinheit der Holzpellets
  • Fordert geringeren Aschegehalt als in der Norm vorgesehen

ENplus

  • Basierend auf der DIN EN ISO 17225-2, vergeben durch Deutsches Pelletinstitut (DEPI)
  • Umfasst die gesamte Lieferkette: Produktion, Lagerung, Transport und Handel
  • Drei Qualitätsklassen: ENplus-A1 (höchste Qualität), A2 und B
  • Regelmäßige unabhängige Prüfungen von Produktion und Produkt
  • Zeichen für hohe Qualität und Reinheit der Holzpellets
Qualitätskriterien für Holzpellets nach Pellet-Normen und Zertifikaten
BewertungskriteriumDIN EN ISO 17225-2DINplusENplus A1
Durchmesser (mm)6 ±1 (D06) bzw. 8 ±1 (D08)6 ±1 (D06) bzw. 8 ±1 (D08)6 ±1 (D06) bzw. 8 ±1 (D08)
Länge (mm)3,15–403,15–403,15–40
Aschegehalt (%)≤ 0,7≤ 0,6≤ 0,7
Wassergehalt (%)≤ 10≤ 10≤ 10
Heizwert (kWh/kg)≥ 4,6≥ 4,6≥ 4,6
Feinantil (%)≤ 1,0≤ 1,0 bzw. ≤ 0,5 bei max. 20kg≤ 1,0 bzw. ≤ 0,5 bei max. 20kg
Mechanische Festigkeit (%)≥ 98,0 (D06) oder ≥ 97,5 (D08)≥ 98,0≥ 98,0

Lagerung von Holzpellets

Holz­pel­lets kön­nen in ei­nem La­ger­raum oder in Tanks au­ßer­halb des Hau­ses ge­la­gert wer­den. Sie wer­den in der Re­gel mit ei­nem Silo-LKW trans­por­tiert und über ei­nen Schlauch in das Pel­let­la­ger ein­ge­bla­sen. Die Lie­fe­rung und La­ge­rung ist al­so ver­gleich­bar mit der von Heizöl.

Holz­pel­lets sind im Ver­gleich zu Scheit­holz sehr gut zu la­gern, da sie ver­gleichs­wei­se we­nig Raum be­nö­ti­gen. Al­ler­dings soll­ten bei der La­ge­rung ver­schie­de­ne As­pek­te be­rück­sich­tigt wer­den. Da Pel­lets brenn­bar sind, muss der La­ger­platz in je­dem Fall vor Brand oder Ex­plo­sio­nen ge­schützt sein. Au­ßer­dem soll­ten nach Mög­lich­kei­ten kei­ne Was­ser­lei­tun­gen in un­mit­tel­ba­rer Nä­he vor­han­den sein.

Bei ei­nem Rohr­bruch wür­den die Pel­lets sonst be­schä­digt und un­ter Um­stän­den un­brauch­bar wer­den. Da­her ist ein gro­ßer, tro­cke­ner Raum ide­al zum La­gern von Pel­lets. Es soll­te dar­über hin­aus dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass Pel­lets vor zu gro­ßen Men­gen Staub ge­schützt wer­den. An­sons­ten könn­te die Leis­tung des Brenn­stof­fes be­ein­träch­tigt wer­den.

Der jähr­li­che Be­darf an Holz­pel­lets ist ab­hän­gig von der Ver­brauchs­zahl, dem Ver­brau­cher­ver­hal­ten und von der Iso­lie­rung des Hau­ses. Man rech­net pro 1 kW Heiz­leis­tung in et­wa mit ei­nem Brenn­stoff­be­darf von 0,65 m³, das ent­spricht ca. 420 kg Brenn­stoff. Bei ei­nem Ein­fa­mi­li­en­haus ist jähr­lich mit ei­nem Be­darf von et­wa 3–6 Ton­nen zu rechnen.

Bei der Um­stel­lung von einer Öl­hei­zung auf eine Pel­let­hei­zung lässt sich der bis­he­ri­ge Tank­raum häu­fig zu einem Pel­let­la­ger umbauen.


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